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Tag der Pressefreiheit: IPI warnt vor historischem Tiefstand und ruft zur globalen demokratischen Resilienz auf

LEIPZIG, 3. Mai 2026 – Zum internationalen Tag der Pressefreiheit zieht das Deutsche Nationalkomitee des International Press Institute e.V. (IPI) eine alarmierende Bilanz: Die Freiheit der Presse befindet sich weltweit auf einem historischen Tiefstand. Unabhängiger Journalismus sieht sich heute einer beispiellosen Vielfalt massiver Angriffe ausgesetzt — von Verleumdungskampagnen und digitaler Überwachung bis hin zu missbräuchlichen Gerichtsverfahren (SLAPPs), die Redaktionen finanziell und moralisch zermürben sollen.

Karola Wille © MDR, Kirsten Nijhof

„Die globale Tendenz, die Bedeutung der Pressefreiheit selbst in gefestigten Demokratien infrage zu stellen, Journalisten zu diskreditieren oder sie gar physisch anzugreifen, ist zutiefst besorgniserregend”, erklärt Prof. Dr. Karola Wille, Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des IPI e.V. „Angesichts eines weltweit zunehmenden Autoritarismus ist die Sicherung des unabhängigen Journalismus ein medialer Generationenauftrag.”

Der Kampf um die Pressefreiheit sei dabei „ein wesentlicher Teil unserer demokratischen Resilienz”.

Trotz des wachsenden Drucks gibt es jedoch Zeichen der Hoffnung. Die Erfahrungen des IPI belegen, dass selbst jahrzehntelange, systematische Angriffe die Freiheit des Wortes nicht zerstören können. Beeindruckende Beispiele für diese Widerstandsfähigkeit finden sich etwa in Ungarn, wo Journalistinnen und Journalisten trotz massiver Repressionen in den Jahren der Orbán-Regierung neue Wege gefunden haben, ihr Publikum zu erreichen.

Das IPI wirkt hierbei als Teil eines weltweiten Netzwerkes. Durch kontinuierliche Unterstützung und wirksame Schutzprogramme hilft das IPI Journalistinnen und Journalisten vor Ort, dem Druck standzuhalten. „Die Botschaft zum diesjährigen 3. Mai ist klar: Wir müssen aus den globalen Erfahrungen lernen und die Freiheit gemeinsam in starken Netzwerken wie dem IPI verteidigen”, so Wille.

Über das Deutsche Nationalkomitee des International Press Institute (IPI) e.V.
Das International Press Institute (IPI) ist ein globales Netzwerk von Redakteuren, Medienmanagern und führenden Journalisten, das sich seit 1950 weltweit für die Pressefreiheit und den Schutz von Journalistinnen und Journalisten einsetzt. Das Deutsche Nationalkomitee ist ein gemeinnütziger Verein und vertritt diese Werte in Deutschland.

Pressekontakt:
Prof. Dr. Karola Wille
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0160/7150681
www.ipi.media/deutsch

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